Projekt

Mit hochmoderner digitaler Technik wird derzeit der Bodenseegrund neu vermessen und kartiert. Das grenzübergreifende, von der EU geförderte Projekt „Tiefenschärfe – Hochauflösende Vermessung Bodensee“, wird ein detailgenaues 3D-Modell des Seebeckens liefern. Die Datendichte ist dabei um das hundert- bis tausendfache höher als beim letzten Aufmaß von 1990.

Nach erfolgreichem Abschluss der ersten Messphase im August erfolgt die Bereinigung und Aufbereitung der riesigen Datenmenge. Im März 2014 starteten die LIDAR-Messungen vom Flugzeug aus. Nachdem auch diese Daten aufbereitet und mit den Echolotdatensätzen zusammengeführt sind, werden voraussichtlich bis Mitte 2015 die neuen Geländemodelle errechnet und verfügbar gemacht werden.

Initiiert wurde das Projekt von der Internationalen Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB) die sich aus Vertretern Bayerns, Baden-Württembergs, Österreichs und der Schweiz zusammensetzt und sich für den Schutz des Bodensees engagiert.

Betreut wird das Projekt vom Institut für Seenforschung Langenargen (ISF) der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW). Die Europäische Union fördert das Vorhaben im Rahmen ihres Regionalprogramms Interreg IV und würdigt das Projekt als Beitrag zum Erhalt der natürlichen Ressourcen und des kulturellen Erbes sowie zum Schutz vor Naturgefahren. Projektträger ist die Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB), Partner des Projektes sind die Länder, vertreten durch die Vermessungsämter.

Das insgesamt anspruchsvolle messtechnische Programm wird von einer externen Qualitätskontrolle begleitet, um eine bestmögliche Datenqualität zu gewährleisten. Verantwortlich hierfür ist die Arbeitsgruppe „Seafloor Imaging“ der Universität Bremen. Das Messen, Prozessieren und die Visualisierung der Fächerecholotdaten und der Laserscanning-Daten unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Fragestellungen gehören dort zum Tagesgeschäft.

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